Wir stellen vor: Andreas Gaertner

Jeder Mensch ist kreativ!

Seit Herbst 2017 hat der Referentenservice der Agentur EREIGNISHAUS den diplomierten Illustrator und Hochschuldozenten Andreas Gaertner exklusiv als Vortragsredner unter Vertrag. In seinen Vorträgen geht er gemeinsam mit seinem Publikum auf die Entdeckungsreise zur (häufig verloren geglaubten) Kreativität. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, nimmt er Gäste im wahrsten Sinne des Wortes mit auf die Reise – in einem Morgan Oldtimer mit einem Kurzinterview zum Thema Kreativität.

Klar in seinen Aussagen und unterhaltsam zugleich vermittelt er seinem Publikum, der eigenen Kreativität zu vertrauen. Zudem stellt er verschiedene Kreativitätstechniken vor, mit denen es gelingt, die inneren Einschränkungen zu überwinden. Denn, da ist sich Andreas Gaertner sicher: „Kreativität bedeutet Problemlösung und Zukunftssicherung für Unternehmen.“ Und: Jeder ist kreativ, denn Talent wird überschätzt. Talent sei die Lust am Üben. Was zählt, ist das Machen.

 

Themen

  • Kreativität – die wichtigste Währung der Zukunft
  • Kreativität als Change-Kompetenz
  • Die 7 Instrumente der Kreativität
  • Veränderung braucht Kreativität – Kreativität braucht Veränderung
  • Sie müssen nicht Ihr Leben ändern – Sie müssen Ihr Ändern leben!

 

Referenzen

  • Handelsblatt
  • Airbus Deutschland GmbH
  • Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung Hamburg
  • MaibornWolf GmbH
  • Hochschule Osnabrück
  • u. a.

 

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Ihr Beratungskontakt
Hendrik Kaspers
Fon +49 251 53001-50
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Im Folgenden finden Sie ein ausführliches Interview mit Andreas Gaertner, über seinen beruflichen Background, sein eigenes kreatives Mind-Set und seine Botschaft.

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Im Interview: Andreas Gaertner

Illustrator und Vortragsredner

Kreativität ist die Währung der Zukunft

Mit dem Diplom-Illustrator Andreas Gaertner begrüßt der REFERENTENSERVICE der Agentur EREIGNISHAUS im Bereich „Personality Management“ einen weiteren spannenden Vortragsredner. Andi ist renommierter Graphic Recorder, der es versteht, komplexe Inhalte mit Intellekt und Witz in klar verständliche Bilder zu gießen. Diese Fähigkeit nutzt er seit geraumer Zeit sehr erfolgreich als Referent in seinen interaktiven Vorträgen. Im Interview spricht Andreas Gaertner mit uns über seine Wurzeln als Tätowierer und darüber, dass Kreativität kein Talent ist, sondern Potenzial, das in uns allen schlummert.

Zwischen einer Hells-Angels-Tätowierstube auf der Reeperbahn und einem Handelsblatt-Kongress zum Thema Change Management liegen Welten. Insofern kann man Andreas (Andi) Gaertner, geschäftsführender Gesellschafter von „Die Zeichner“ in Münster, durchaus als Weltenwanderer bezeichnen. Der diplomierte Illustrator und Hochschuldozent hat aus seiner Hamburger Zeit auf dem Kiez Lebensweisheiten mitgenommen, die ihn bis heute begleiten und sich auch in seinem Vortrag „Kreativität ist die Währung der Zukunft“ wiederfinden.

Schon als Kind durch seine Oma zum Zeichnen gekommen, hat Andreas Gaertner früh gemerkt, dass man mit Zeichnungen den Erwachsenen Gefühlsregungen entlocken kann. Kurz vor dem Abitur lernte der gebürtige Mecklenburg-Vorpommerer dann Leute vom Hamburger Kiez kennen und zog 1992 nach Hamburg. „Ich fand schon immer Totenköpfe als Symbol gut und als ich ein Angebot vom einem Hells Angel bekam, in seiner Tätowierstube zu arbeiten, hat mich das einfach gereizt“, so Andi Gaertner. „Das war eine sehr interessante Phase meines Lebens und ich habe viel gelernt, zum Beispiel, dass Talent die Lust am Üben ist. Ehe ich die erste Rose tätowieren durfte, musste ich erst einmal gefühlte 5.000 Rosen auf Papier zeichnen. Und auch die dort vorherrschende Macher-Mentalität ist für mich zu einem Credo geworden. Ein Hells Angel hat einmal zu mir gesagt: „Fresse halten – machen“. Das ist die Kiez-Variante von „Taten sagen mehr als Worte“.

 

Bildsprache in der Wirtschaft

Nach seinem einjährigen Ausflug auf die Reeperbahn schnupperte Andi Gaertner eine Zeit lang Agenturluft und war im Verpackungsdesign tätig. Schon während des Studiums der Illustration an der Hamburg University of Applied Sciences, entdeckte er sein persönliches Steckenpferd: Die Nutzung von „Bildsprache“ in der Wirtschaft. Dafür trainierte er das Schnellzeichnen und begann mit der Leitung von Kreativitäts-Workshops. „In den USA gibt es Zeichnen im Live-Kontext schon seit den 70er-Jahren“, erklärt er. „In Deutschland wurden visuelle Protokolle und Graphic Recording erst vor rund zwölf Jahren entdeckt.“

Über Auftragsmangel musste Andi Gaertner nie klagen. Zusammen mit Martin Markes, Graphikdesigner und Freier Illustrator, gründete er 1994 „die Zeichner“. „Wir haben uns an einem Stammtisch für Illustratoren kennengelernt und uns zusammengetan, um unseren Anfragen besser nachkommen zu können. Dabei haben wir schnell gemerkt, dass wir uns toll ergänzen und unser berufliches „Wir“ gefunden: Martin ist unser „Atelier-Held“ – ich bin die „Rampensau.“

 

Kreativität als Verknüpfung von Wissenseinheiten

Dieses Faible für die Bühne macht sich Andi Gaertner jetzt seit Längerem schon als Speaker auf Wirtschaftsveranstaltungen und in Workshops zunutze. Unter dem Titel „Kreativität ist die Währung der Zukunft“, erläutert er, warum Kreativität in jedem Unternehmen gerade in der aktuellen Zeit der digitalen Transformation ein Muss ist, um auch in Zukunft noch Geld verdienen zu können. „Resignation führt zu nichts und mit Routinen kommt man nicht weiter“, erklärt er. „Man kann nur Innovation schaffen, wenn man ein kreatives Mindset hat. Unser gesamtes Dasein ist durch Kreativität entstanden, indem sich der Mensch immer wieder an die sich ständig verändernde Umwelt angepasst hat. Leider wird der Begriff der Kreativität häufig mit Kunst assoziiert. Das ist aber eine sehr einseitige Betrachtungsweise. Für mich bedeutet Kreativität die Verknüpfung von Wissenseinheiten. Im Finanzbereich stelle ich zum Beispiel gerne dem klassischen Banker den „Homo StartUppicus“ gegenüber. Für solche Verknüpfungen braucht man einen wachen Geist, denn Kreativität entsteht oft durch Zufall und Aufmerksamkeit. Zum Beispiel haben mich die Pausenbrote meiner Tochter zu einer täglichen Kreativitätsübung inspiriert – zu Brotdosenbildern. Ich zeichne täglich ein Bild, das mit einem Brot zu tun hat und klebe es in ihre Brotdose. Jetzt isst sie kein Pausenbrot mehr ohne ein Bild. Durch das Interesse ihrer Klassenkameraden und Klassenkameradinnen sowie deren Eltern habe ich begonnen, die Bilder auch in den sozialen Medien zu posten. Inzwischen gibt es eine eigene Website (www.brotdosenbild.de) und einen ersten Brotdosenbild-Blog, den man bei Amazon bestellen kann. So hat sich ein anfänglicher privater Spaß erst zu einer Kreativitätsübung, und dann zu einem Produkt entwickelt.

 

Hören Sie auf Ihre Katze und gehen Sie unbekannte Wege

Und wie wird man kreativ? Diese Frage lässt Andi Gaertner in seinen Vorträgen selbstverständlich nicht unbeantwortet. Er gibt konkrete Unterstützung in Form von sieben Techniken an die Hand. Mit seiner „Hören Sie auf Ihre Katze“-Technik bezieht er sich zum Beispiel auf ein Gehirnmodell aus der Kinder- und Jugendpsychologie. Bei diesem Modell steht die Katze für das Mittelhirn – den Teil des menschlichen Gehirns, der das Spielerische steuert. Die Botschaft lautet also: Seien Sie verspielt.

„Das Unbekannte suchen“, ist eine weitere Kreativitätstechnik. Hier geht es darum, neue Inspiration durch die Durchbrechung von Alltagsroutinen zu finden. Dies können Kleinigkeiten sein, wie ein anderer Weg zur Arbeit oder aber die Mittagspause mit anderen Kollegen zu verbringen. So werden Areale im Gehirn aktiviert, die sonst aus Energieeffizienzgründen nicht stimuliert werden.

„Kreativität ist kein Talent“, so Andi Gaertner. „Talent wird überschätzt. Machen ist das Entscheidende. Wir sind alle kreativ. Es ist alles da, was wir brauchen, um kreativ zu sein – wir müssen es nur nutzen. Im Grunde sind wir alle Kreativitätsmillionäre.“

Mit diesem Ansatz überzeugt er in seinen digilogen Vorträgen und Workshops (Beamer, Tablet und Papier) Zuhörer und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen. Daher ist er u. a. auch ein gefragter Speaker beim Handelsblatt-Kongress, der Airbus Deutschland GmbH, dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung Hamburg und weiteren namhaften Unternehmen.

Und woher nimmt Mr. Kreativität, der nach eigener Aussage zum „Klappehalten“ erzogen wurde, selbst seine Kreativität? „Ich umgebe mich mit Dingen, die ich nicht kenne“, erklärt er. „Außerdem agiere ich nach dem Quallen-Prinzip. Eine Qualle kommt nur durch den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung voran. Wenn ich das Gefühl habe, in einer Sackgasse zu stecken, dann lasse ich los und gebe einfach mal meiner Katze nach. Oft kommen die Ideen aber auch aus dem Nichts. Ich habe deshalb immer einen Stift und einen Block dabei, um meine spontanen Ideen aufschreiben zu können.“

(Interview/Text: Sabine Benzler)

 

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